Padhi Frieberger
(Exzerpt aus Harry Kuhners “Our Man in Vienna“)
Padhi war jahrelang an der Peripherie der Szene, immer ein Pionier, unermüdlich dabei obwohl seine Arbeitsbedingungen nicht gerade ideal waren. Der Mangel an Möglichkeiten und Anerkennung konnten ihm nichts anhaben, konnten ihn nicht in Versuchung führen, sich den Mächtigen anzubiedern. Padhi sagte und schrieb seine Meinung ohne Rücksicht auf die Folgen.
Padhi wird als „Padhi kommt nicht” bezeichnet. Ich habe das oft gehört, und ich antworte: Er ist am Anfang gekommen, und danach ist er auch gekommen, aber jetzt kommt er vielleicht nicht immer. Er will nicht von einem Trendförderer gefördert werden, und er will nicht, daß seine Arbeiten gemeinsam mit Trendkunst ausgestellt werden.
Deswegen ist Padhi auf einem Abstellgleis geblieben.
„Glauben die Staatspreisträger, daß sie Wahrhaft sind? Glaubst Du, daß Staatspreisträger Künstler sein können? Das ist doch immer eine Auszeichnung, Aus-zeichnung für’s mitmachen. Im Grunde weiß doch jeder, was ihm da blüht, was da an ihm herankommt”?








